Asien
Ein Klick auf die Abbildungen verlinkt zu den Verlagen. Es sind zusätzliche Informationen ersichtlich, außerdem können die Artikel dort bestellt werden.
Lykischer Weg von Fethiye nach Antalya von Michael Hennemann, Conrad Stein Verlag, Welver 2011 Paperback, 191 Seiten, 16,5 x 11,5 cm, OutdoorHandbuch 171, 14,90 €, ISBN 978-3-86686-364-4, Archiv No 726
Wer einen preiswerten Türkei-Urlaub mit großen Wandererlebnissen verbinden möchte, kommt ohne dieses Buch nicht aus. Man kann den über 500 km langen Weg in einem Stück gehen oder aber auch einzelne Etappen mit Tagesrucksack bewältigen.
Türkische Riviera, Kappadokien, von Michael Bussmann und Gaby Tröger, Reisehandbuch mit vielen praktischen Tipps, Michael Müller Verlag, Erlangen 2009, 246 Seiten, Paperback, 15,90 €, ISBN 978-3-89953-491-7, Archiv No 734
Wer auf einer preiswerten Türkeireise Natur, Kultur und Erholung miteinander verbinden möchte, ist mit diesem Führer bestens be-dient. Ein Wanderparadies ist die versteinerte Märchenlandschaft Kappadokien. In ihren bizarren Felskegeln beherbergt sie uralte Kirchen, verlassene Höhlenwohnungen und gruselige unterirdische Städte. An den fein¬sandigen langen Ständen der Türkischen Riviera kann man sich anschließend in komfortablen Hotels bestens erholen.
Die Bergwelt des Iran von Karl Gratzl und Robert Kostka, Weishaupt Verlag, Gnas 2009, 296 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen, 29,0 x 22,5 cm, 1. Auflage, 48,50 €, ISBN No 978-3-7059-0297-8, Archiv No 754
Wenn man sieben Jahre lang in Persien gelebt und in der Bergen Irans gewandert ist, blättert man in diesem Buch wie in einer Offenbarung.
Alle großen Gebirge dieses wunderschönen Landes sind vorgestellt: das Bergland von Zerbaidjan, die drei Regionen des Zagros Gebirges, das Bergland Makran am Arabischen Meer, die Höhenzüge von Baluschtistan, das Bergland in Khorasan und last but leider least das nördlich der Hauptstadt Teheran gelegene Alborz-Gebirge.
Schon ein Blick in das Inhaltsverzeichnis lässt Fernweh und Heimatgefühle aufkommen.
Der wissenschaftlichen Erschließung der Bergregionen wird breiter Raum gewidmet. Die Österreichische Geographische Gesellschaft im allgemeinen und der Grazer Gruppe im Besonderen wird zu recht hohes Lob bei der Erschließung der Berggebiete Mittelasiens zuteil.
Das nördlich von Teheran aufragende Alborz-Gebirge wird leider nur auf vier Seiten abgehandelt, wenngleich die Berge dort die höchsten des Landes sind. Dem im Alborz gelegenen „Weltberg“ Damavand (5671 m), dem Skisport in Dizin und der Festung Alamut wird zum Glück noch ein eigenes Kapitel gewidmet.
Das 600 km lange in seinen west-östlich verlaufenden Ketten bis zu 100 km breite Alborz-Gebirge ist für die 15 Millionen Teheraner das, was die Alpen für uns Mitteleuropäer bedeuten.
Eine Vielzahl von anspruchsvollen Drei- und Viertausendern (Towchal, Azad Kuh, Kuhlenu, Mehrchal, Alam Kuh, Takht -te- Suleiman, Kuh-e-Sikenu, Kuh-e-Pahn-Hezar, Kuh-e Seh Sang, ...) werden nicht oder nur am Rande erwähnt. Die Traumtäler zwischen diesen hohen Bergen scheinen den Autoren unbekannt zu sein.
Wenn die Iranische Revolution 1979 nicht stattgefunden hätte, wäre im Bergverlag Rother ein Wanderführer allein über das Alborz-Gebirge erschienen.
Von Teheran ans Kaspische Meer gibt es drei Fernwanderwege, die in acht Tagen über sämtliche Ketten des Alborz führen. Sie sind zwar nicht markiert, wurden aber in den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts beschrieben und harren noch immer ihrer Zweitbegehung.
Bergwanderer und Bergsteiger aus Europa sollten dieses Werk unbedingt studieren, bevor sie in die immer noch nahezu unberührten und bezaubernden Berge des Iran aufbrechen.
Mount Everest Trek von Kai Gildhorn, 2. aktualisierte Auflage, Conrad Stein Verlag, Welver 2011, OutdoorHandbuch Band 217, 124 Seiten, 43 farbige Abbildungen, 15 farbige Kartenskizzen, 5 farbige Höhenprofile, 1 farbige Übersichtskarte, Format 16,5 x 11,5 cm,
9,90 €, ISBN 978-3-86686-327-9, Archiv No 763
Vor mehr als einem Vierteljahrhundert bin ich mit einigen Alpen- vereinskameraden diesen Weg gegangen. Die I.W.F. gab es noch nicht. Ludmilla Tüting hat uns noch persönlich beraten. Und von einem so prachtvollen Führer wie diesem konnte man nur träu- men. Einiges hat sich seitdem verändert, das meiste ist so wie in den Jahrhunderten vorher geblieben.
Auch heute ist dieser Trek noch ein großes Abenteuer. Ich em- pfehle jedem, nur den Flug zu buchen und alles auf sich zu- kommen zu lassen - genau das beinhaltet ja das Wort Abenteuer. Man spart nicht nur mehr als die Hälfte der Kosten sondern erlebt Nepal ganz anders als auf einer gebuchten Trekkingtour.
Man wandert auf gut ausgetretenen Handels- und Almwegen durch Täler und über Pässe. Die Menschen der Bergvölker Temang, Raj und Sherpa mit ihren Lasttieren sind ständige Begleiter. Die Wanderung ist nicht anspruchsvoller als etwa eine Überquerung der Alpen. Das Netz der Unterkünfte ist dichter als in den Alpen, und man bezahlt weit weniger für die Übernachtungen und Mahlzeiten als in Europa. Heute gibt es sogar Internetcafés, Saunen und Bordelle. Darüber schütteln nicht nur Einheimische sondern auch so mancher Trekker den Kopf.
Mehrere Varianten, Nebentäler und für Wanderer besteigbare Gipfel enthält der Führer. Wir haben davon seinerzeit nur das Kloster Thame besucht und den unschwierigen Kala Pattar (5545 m) bestiegen.
Wer dem höchsten Berg der Welt einmal wie einem nahen Dreitausender der Alpen gegen- überstehen möchte, dem sei dieses Büchlein empfohlen.
Annapurna von Iris Kürschner, Conrad Stein Verlag, Welver 2012, 5. vollständig überarbeitete Auflage, OutdoorHandbuch Band 42, 12,90 €, 144 Seiten, 36 farbige Abbildungen, 8 farbige Höhenprofile, 10 farbige Kartenskizzen, 2 farbige Übersichtskarten, Format 16,5 x 11,5 cm, ISBN 978-3-86686-772-9, Archiv No 181
Das Annapurna-Gebiet zählt neben der Everest-Region zu den be- liebtesten Trekkinggebieten Nepals. Zwei I.W.F.-Wandergruppen haben das Annapurna-Massiv bereits umwandert. Der Trekker er- lebt nicht nur die tiefste Schlucht der Welt, das Kali-Gandaki-Tal, sondern er sieht auch einen Querschnitt grandioser landschaftlicher Vielfalt: Vom subtropischen Dschungelgebiet steigt er durch Reis- terrassen und tropischen Höhenwald in die Trockenlandschaften der tibetischen Hochebene auf. Entlang der alten Salzhandelsstraße geht es zum Pass Thorung La (5416 m) hinauf. Hier erwischte mich seinerzeit (1988) die tückische Höhenkrankheit, obwohl ich schon mehrfach in größeren Höhen gewandert war. Dann gibt es nur eins: So schnell wie möglich absteigen! Nach einem 15-stündigen Schlaf in Chababu (4190 m) ist meist alles wieder OK. Die Wanderroute ist inzwischen hervorragend ausgebaut und verfügt über zahlreiche Unterkunftsmöglichkeiten in bequemen Abständen.
Initiative der Weit- und Fernwanderer e.V.

