Mitteleuropa Seite 3/14

Hexensteig von Conrad Stein, 2. aktualisierte und erweiterte Auflage, Welver 2011, OutdoorHandbuch Band 163, 136 Seiten, 47 farbige Abbildungen, 9 farbige Höhenprofile, 10 Kartenskizzen, 2 farbige Übersichtskarten, Format 16,5 x 11,5 cm, 12,90 €, ISBN 978-3-86686-163-3, No Archiv762

 

Der Harz war vor einigen Jahren Ziel der I.W.F.-Jahreswanderung. Bei der Planung dachten Ute Memmert und ich seinerzeit daran, den Hexensteig als Weitwanderroute zu wählen. Das scheiterte jedoch an den Unterbringungsmöglichkeiten entlang der Strecke. Zwei Dutzend Wanderer können nicht täglich an den Etappenzielen beherbergt werden. Um so interessanter dürfte dieser Führer daher für Einzelwanderer sein. Der Autor dieses Bandes ist in Wanderkreisen eine Berühmtheit. 1980 gründete Conrad Stein den Verlag, der heute noch seinen Namen trägt. Er hat inzwischen 83 Länder bereist, über 300 ReiseHandbücher sind in den vergangenen dreißig Jahren erschienen. Der Chef hat sich zwischenzeitlich aus der Verlagsarbeit zurückgezogen, um sich ganz auf seine Bücher und Reisen konzentrieren zu können.

Sechs Etappen umfasst die 161 km lange Hauptroute von Osterode nach Thale. Wählt man eine der beiden Varianten (Südumgehung des Brockens und Südroute über Hassel- felde), so kommen einige Kilometer hinzu.

Ich habe mir vorgenommen, den Hexensteig demnächst zu gehen - als kleine Vorübung für den L2, die Alpenüberquerung von Verona nach Salzburg. Den L1, die Alpenüberquerung von Garmisch nach Brescia in 30 Etappen findet Ihr auf der Internetseite des DAV.  

Ligurischer Höhenweg - Alta Via del Monti Liguri von Sebastian Thomas, 2. aktualisierte Auflage, Conrad Stein Verlag, Welver 2011, OutdoorHandbuch Band 161, 208 Seiten, 37 farbige Abbildungen, 11 farbige Kartenskizzen, 2 farbige Übersichtskarten, 13 farbige Höhenprofile, Format 16,5 x 11,5 cm, 14,90 €, ISBN 978-3-86686, Archiv No 124

 

Der Ligurische Höhenweg ist ein markierter Fernwanderweg, der Ligurien der Länge nach durchmisst. Der Ausgangspunkt liegt in Ventimiglia an der französischen Grenze. Das Ziel ist nach 440 Kilometern Ceparana, ein kleines Städtchen vor den Toren La Spezias. Zu Beginn prägt die grandiose Hochgebirgskulisse der Ligurischen Alpen das Landschaftsbild. Das Dach Liguriens, der 2200 m hohe Monte Sacarello, wird bereits im Verlauf der dritten Etappe überschritten. Am Cadibona-Pass lösen die runden Kuppen des Apenin das Alpenpanorama ab. Aufgrund der Höhenlage des Weges genießt der Wanderer auf der gesamten Wegstrecke faszinierende Fernblicke auf die nahe Küstenlinie und das Ligurische Meer. Die Anreise von Deutschland erfolgt am zweckmäßigsten mit der Bahn oder mit dem Flugzeug nach Nizza (Rückflug von Pisa).

Odenwald mit Bergstraße, Heidelberg, Darmstadt ein Reiseführer mit vielen praktischen Tipps von Stephanie Aurelia Runge, Michael Müller Verlag, Erlangen 2013, 1. Auflage, Paperback, 16,90 €, 312 Seiten, 19,0 x 12,0 cm, ISBN 978-3-89953-660-7, Archiv No 319

 

Das Coverfoto fällt sofort ins Auge: Unter den rosa Sonnenschirmen haben wir auf der so großartig geführten Weitwanderung von Walter und Anne Büttner durch ihre Heimat im Herbst 2005 gerastet.

Wer damals nicht dabei war oder wer noch einmal diesen wunderschönen Landstrich individuell erleben möchte, sollte diesen prachtvollen Führer dabei zu Rate ziehen. Neun Wanderungen sind genauestens mit hervorragenden Skizzen beschrieben - mehr als wir damals in unserer Wanderwoche bewältigen konnten. Alle Wanderungen sind mit GPS kartiert. Waypoint-Dateien zum Downloaden sind beim Verlag kostenlos erhältlich. Und wer unbedingt eine Weitwanderung durch dieses süddeutsche Mittelgebirge mit seinen Streuobstwiesen, Schluchten, Burgen und Schlössern kreieren möchte, kann das mit den Topographischen Freizeitkarten des Hessischen Landesvermessungsamtes problemlos bewältigen. Übernachtungs- und Einkehrmöglichkeiten sind für jeden Ort mit Adresse, Telefon und Preisangaben aufgeführt. Daß alle Sehenswürdigkeiten ausführlich beschrieben sind, versteht sich bei einem Führer dieser Qualitätsstufe von selbst.

Bergwandern von Tim Castagne, Conrad Stein Verlag, Welver 2012, 3. Auflage, Paperback, 8,90 €, 96 Seiten, 16,5 x 11,5 cm, OutdoorHandbuch 9, ISBN 978-3-86686-009-4, Archiv No 226

 

Wer seit vielen Jahren oder gar Jahrzehnten wandert, glaubt sicherlich, er wüsste alles über diesen schönen Freizeitsport. Dieses Büchlein belehrt ihn eines besseren. So manches ist auch einem alten Hasen nicht selbstverständlich. Und wer mit Kindern oder Jugendlichen im Hochgebirge zu wandern gedenkt, sollte mit seinen jungen Freunden dieses Büchlein sorgfältig durcharbeiten.

Gran Paradiso - Wandern auf der piemontesischen Seite des Nationalparks von Werner Bätzing und Michael Kleider, Rotpunktverlag, Zürich 2013, 224 Seiten, Klappenbroschur, 24,00 €, ISBN 978-3-85869-539-0, Archiv Netzwerk Weitwandern

 

Dieser Wanderführer beschreibt eine neuntägige Weitwanderung, die zunächst am Rande des Nationalparks entlang, später durch den Nationalpark vom Soana-Tal ins Orco-Tal führt. Vom Ende jeder Tagesetappe wird jeweils ein Tagesausflug in den Kern des Nationalparks beschrieben. Zusätzlich wird eine hochalpine Variante mit fünf Etappen vorgestellt. Und wer sich zusätzlich die sehr genauen Karten (1:25000) besorgt, kann einen ganzen Wandersommer in diesem Paradies verbringen - der Nationalpark trägt seien Namen zu Recht.

Die Landschaft ist steil und wild. Es dominiert die großartige Hochgebirgsnatur mit scharfen Gipfelgraten und steilen Felswänden aus hartem Gneis-Gestein, Gletschern, Schuttfeldern und Karseen. Die königlichen Jagdwege und andere historische Pfade mit fantastischen Aussichten ermöglichen es dem Wanderer, eine faszinierende Gebirgslandschaft mit artenreicher Flora und Fauna zu entdecken. Die Region enthält aber auch beeindruckende Zeugnisse menschlichen Lebens im Hochgebirge, weitläufige Alpgebiete, gut erhaltene Ortschaften und religiöse Bauwerke.

Der Nationalpark Gran Paradiso liegt zu beinahe gleich großen Teilen in der Autonomen Region Valle d’Aosta und in der Region Piemont. Während der valdostanische Teil gut erschlossen ist, liegt der piemontesische Teil noch ganz im touristischen Abseits.

Die ausgezeichneten Kartenskizzen mit Wanderwegen, Höhenangaben und Kammverläufen machen eine Orientierung im Gelände leicht. Die Hüttenangaben enthalten Öffnungszeiten, Platzangebot und Telefonnummer. Das Netz der Übernachtungsmöglichkeiten ist vergleichsweise dicht. Der Wanderer kann per Handy sein Lager bestellen, was in der Hochsaison auch in dieser wenig erschlossenen Landschaft vielleicht nützlich sein kann. Die genauen Wegbeschreibungen machen ein Verlaufen fast unmöglich, und die beeindruckenden Fotos machen Lust, sofort den Rucksack zu packen und die Wanderreise ins Paradies anzutreten.

Slowakei, Reiseführer mit vielen praktischen Tipps von André Micklitzka, Michael Müller Verlag, Erlangen 2013, Paperback, 19,90 €, 400 Seiten, 3. Auflage, ISBN 978-3-89953-779-6, Archiv No 065

 

Zugegeben - mit seinen 550 g ist dieser Führer ein vielleicht etwas zu gewichtiger Begleiter für einen Weitwanderer, der sich etwa den slowakischen Teil des E3 vorgenommen hat. Aber hier gibt es ja die Möglichkeit, sich die wichtigen Seiten mit den Unterkünften etc. in sein Tourenbüchlein zu kopieren. Das gilt ebenso für eine individuell geplante Weitwanderung durch die Hohe Tatra, das kleinste Hochgebirge der Welt, die Niedere Tatra, die Große und die Kleine Fatrra sowie die Nationalparks Pieninen, Ostkarpaten, Slowakischer Karst.

Für die gesamte Slowakei existieren Karten im Maßstab 1:50000; darüber hinaus gibt es viele Detailkarten im Maßstab 1:25000. Man kann sich also leicht eine individuelle Weitwanderung zusammenstellen. Und wer lieber leichteren Touren mit Tagesrucksack den Vorzug gibt, findet in dem Band 26 genauestens beschriebene Tagestouren mit ausgezeichneten Skizzen.

Das kleine Land zwischen Hoher Tatra und Donau ist immer noch ein unentdeckter Neuling auf der touristischen Landkarte Europas - ein Traum für alle, die sich abseits der großen Urlaubsströme bewegen. Neben einer einzigartigen Landschaft mit wildromantischen Gebirgen, dichten Wäldern, prächtigen Almwiesen und kristallklaren Bergseen hat die Slowakei auch auf kulturellem Gebiet Hochkarätiges zu bieten: mittelalterlich anmutenden Städtchen, alte Burgen und die Hauptstadt Bratislava, die unter der Kaiserin Maria Theresia zu einer der glanzvollsten Kulturmetropolen Europas aufgestiegen ist.

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