Jahreshauptwanderung 2005 Odenwald

Diese Jahreswanderung wurde von mir etwa ein Jahr im voraus geplant. Dabei ergaben sich erhebliche Probleme bei der Suche nach Pensionen bzw. Hotels welche bereit waren mir im voraus ca. 20-30 Betten  im September des kommenden Jahres zu reservieren.  Nachdem ein großer Teil unserer Mitglieder mit dem Zug anreisten mußte Start- und Zielpunkt über einen Bahnanshluß verügen. Nachdem die Unterkunften gefunden waren konnte ich die Streckenplanung vornehmen. Wir sind daher sehr oft auf unmarkierten Wegen gelaufen. Ein Hotelier hatte mir kurzfristig seine Zusage storniert, sodaß ich die Wegstrecke nochmals ändern mußte was sehr ärgerlich war. Grundsätzlich muß man aber die Freundlichkeit, das kulante Entgegenkommen (Gepäcktransfer, Transfer vom Bahnhof) der von uns besuchten Hotels bzw. Pensionen erwähnen.

 

Walter Büttner

Anreise Samstag 17.09.2005

 

Unser Treffpunkt war das Hotel Kuralpe. Seine Lage oberhalb von Bensheim ist einmalig. Die mit der Bahn angereisten I.W.F. Mitglieder wurden vom Hotelpersonal am Bahnhof abgeholt und zur Kuralpe gebracht. Hier hielten wir unsere Mitgliederversammlung ab und fühlten uns sehr wohl.

Samstag, 17.09.2005

 

Unsere erste kurze Wanderung führte uns zum nahen Felsenmeer. Unser Führer Ulli (Sohn des Hoteliers) zeigte uns die Geheimnisse des Felsenmeeres, die röm. Steinbrüche und klärte uns über den Einfluß der Mondphasen, beim Fällen der Bäume, auf.

Sonntag, 18.09.2005

 

Am Sonntag wanderten wir über die Höhen des Odenwaldes zum Fürstenlager. Dies war der Sommersitz der Großherzöge von Darmstadt. Die Parkanlage im engl. Stil ist sehr sehens- wert. Danach erklommen wir die gegenüberliegende Höhe zum Auerbacher Schloß. Hier stärkten wir uns für den Rückweg zu unserem Hotel.

Montag, 19.09.2005

 

Heute verließen wir die Kuralpe und gingen in Richtung Lärmfeuer zu unserem nächsten Hotel. Wir wanderten über Beedenkirchen, Gadernheim und über die Neunkirchner Höhe zum Kaiserturm. Hier hatten wir einen fantastischen Blick über den gesamten Odenwald. Es ging weiter durch Winterkasten, am Bismarckturm vorbei nach Lindenfels. Im Gasthaus Manske hatten wir unser Mittagessen bereits vorbestellt, um weniger Zeit zu verlieren, denn wir hatten noch einen weiten Weg vor uns. Danach liefen wir bergab zum Gumpener Kreuz. Nun mussten wir einen weiteren Berg erklimmen, dann ging es wieder abwärts zum Ostertal, weiter zu unserem Hotel Lärmfeuer. Diese Strecke war auf der Odenwaldtour mit ca. 27 km der längste und anstrengenste Abschnitt. Im Hotel Lärmfeuer war mittlerweile auch unser Gepäck eingetroffen. Mit einem gemeinsamen Abendessen endete ein anstrengender aber schöner Wandertag.  

Dienstag, 20.09.2005

 

Bei schönstem Sonnenschein starteten wir vom Lärmfeuer aus, erklommen die erste Höhe und begaben uns ins Mossautal. An der Schmucker Brauerei ging es wieder bergauf, durch den Ort Mossau, am Flugplatz vorbei nach Michelstadt. Wir machten einen Stadtrundgang und begaben uns in die Michelstädter Rathausbräu, hinterm historischen Rathaus, zum Mittagessen.

Danach wanderten wir zum Schloss und anschließend zur Einhardsbasilika in den Stadtteil Steinbach. Hier wartete bereits unsere Führerin und erläuterte uns die Geschichte dieses über tausendjährigen Gebäudes. Die Einhardsbasilika zählt zu den wenigen erhaltenen karolingischen Baudenkmählern in Deutschland und wurde im Jahr 827 vollendet.

Anschließend gingen wir den gleichen Weg wieder zum Lärmfeuer zurück. Einige von uns konnten es sich nicht verkneifen das gute Schmuckerbier im schönen Biergarten zu testen. Am Abend schauten wir uns den Auftritt von Hans Losse und seiner Partnerin Ute bei Jörg Pilawa an. Mit einer Freirunde von Hans beendeten wir diesen interessanten Wandertag.

Mittwoch 21.09.2005


Heute verlassen wir das Lärmfeuer, laufen durch einen schönen Buchenwald und queren die B 460 (Siegfriedstraße). Parallel aber in einiger Entfernung zu dieser laufen wir durch dieses schöne breite Tal abwärts. Wir wandern durch Ober Hiltersklingen und erreichen in Unter Hiltersklingen unser nächstes Ziel den Gasthof „Zur Schmelz“. Hier erwartet man uns bereits. Nach einer Mahlzeit ging es weiter nach Hüttental. In der Käserei kauften einige von uns ein.

Wir liefen weiter zum Marbach Stausee. Zum Baden war es aber trotz des schönen Wetters schon zu kalt

Jetzt mussten wir wieder einen steilen Anstiege erklimmen, gingen durch den Ort Etzean und weiter zum historischen Galgen. Beerfelden besitz den einzigen dreischläfrigen Galgen Deutschlands. Dieser wurde 1597 anstatt eines einfachen Holzgalgens errichtet. Die letzte Hinrichtung fand 1804 statt, es soll eine Zigeunerin gewesen sein, die hier starb, weil sie ein Huhn und zwei Laib Brot gestohlen haben soll.

Von hier aus war es nicht mehr weit nach Beerfelden. Nachdem es in diesem Ort an Übernachtungsmöglichkeiten mangelt, teilte sich unsere Gruppe. Die einen übernachteten im Gasthaus „Zum Schwanen“ die anderen mussten am Waldrand in der Pension "Am Wald" nächtigen. Zum gemeinsamen Abendessen trafen wir uns abends im Gasthaus. (dieses ist mittlerweile geschlossen). Wir pendelten mit zwei Autos vom Gasthof zur Pension.

Donnerstag 22.09.2005

 

Unser heutiges Ziel war Eberbach am Neckar. Wir verlassen Beerfelden nach Süden, laufen auf einem schönen Waldweg Richtung Rothenberg und kamen nach ca.2 Stunden in Rothenberg an. Dieser Ort liegt herrlich auf den Odenwaldhöhen mit fantastischen Ausblicken. Der Scheunenwirt war über unser Kommen informiert. Bei diesem schönen Wetter nahmen wir im Biergarten platz und genossen unser Mittagessen. Es schmeckte allen hervorragend.

 

Dann ging es weiter auf dem Höhenrücken zum Schloß von Hirschhorn und weiter bergab zur Kirche. Hier stimmte Ingrid Weber den I.W.F. Chor zu einem Kirchenlied an. Danach ging es in das historische Städtchen in ein Cafe` zu Kaffee und Kuchen. Nachdem sich die Möglichkeit ergab mit unseren KFZ nach Eberbach zu kommen, wählten wir dieses mal die bequemere Art zu wandern. Wir hatten ja auch schon XX km hinter uns gebracht und waren etwas in Zeitdruck.

Freitag 23.09.2005

 

Heute liefen wir zum Bahnhof und nahmen den Zug nach Zwingenberg. Hier wollten wir die über dem Ort dominierende Burg besichtigen. Am Eingang dieser stattlichen Anlage erwartete uns schon unser Führer der uns fachkundig die bewohnte Anlage aus dem 13. Jahrhundert erklärte. Im Schlosshof finden seit 1983 die Zwingenberger Schlossfestspiele statt.

 

Fast 900 Zuschauer finden Platz im Schlosshof mit seiner romantischen Kulisse, wo neben wechselnden anderen Opern jedes Jahr der Freischütz aufgeführt wird. Carl Maria von Weber soll sich in der unweit des Schlosses gelegenen Wolfsschlucht seine Anregungen für seinen Freischütz erhalten haben. Danach stiegen die etwas mutigeren von unserer Wandertruppe die wildromantische Wolfsschlucht nach oben. Die Anderen nahmen die weniger anstrengenden Serpentinen nach oben.

Von hier liefen wir durch die Orte Unterdielbach und Waldkatzenbach zum Katzenbuckel einem ehemaligen Vulkan und mit 626 m die höchste Erhebung des Odenwaldes. Vorher kehrten wir jedoch in die Turmschänke ein und vesperten eine Kleinigkeit. Dann bestiegen wir den Aussichtsturm und genossen einen fantastischen Fernblick. Danach gings bergab nach Eberbach und über den Neckar zu unserem Hotel.

Samstag 24.09.2005

 

Wir erklimmen die Höhen hinter unserem Hotel und liefen über schöne Wanderpfade zur Burgruine Stolzeneck. Von hier hatten wir einen tollen Blick auf die Odenwaldhöhen, den Neckar und die Burg Zwingenberg die wir von unserem gestrigen Besuch kannten. Weiter ging es bei herrlichstem Sonnenschein zur Burgruine Minneburg. Diese stattliche Burganlage liegt 60 m über dem Neckar und wurde vermutlich gegen Ende der Stauferzeit um 1250 erbaut. Eine wunderschöne Aussicht entschädigt uns für die Anstrengungen bei dieser Hitze. Von hier liefen wir bergab über die Neckarbrücke zur Bahnhofsgaststätte in Neckargerach. Hier hatten wir schon einige Bleche Zwiebelkuchen bestellt. Bei Wein und Bier ließen wir uns diese Köstlichkeit schmecken. Die Bahnhofswirtin hatte sich besonders viel Mühe gegeben uns zu verwöhnen. Mit dem Zug fuhren wir nach Eberbach zurück.

 

Sonntag 25.09.2011

 

Diejenigen die ein KFZ dabei hatten fuhren unsere Wanderfreunde samt Gepäck zum Bahnhof. Eine Wanderwoche mit schönstem Wetter ging zu Ende. Ich glaube alle Teilnehmer waren sehr zufrieden. Nun trennten sich unsere Wege und jeder trat seine Heimreise an. Die weiteste Anreise hatte Jannie Sibbes aus der Nähe von Gouda in den Niederlanden.

 

Bilder zu dieser Wanderung finden Sie in der Bildergalerie.

Für unsere Mitglieder gibt es eine sehr ausfühliche Bildergalerie: Nur für Mitglieder/Bildergalerie

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