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Siebenbürgen – Rund um Kronstadt, Schäßburg und Hermannstadt

von Brigitta Gabriela Hannover Moser (ISBN 978-3-89794-157-1) für 18,95 €

Reiseführer vom Trescher Verlag – 1. Auflage 2011, 396 Seiten, 246 Farbfotos.

 

Seit der politischen Wende im Osten Europas sind Reisen in diese Länder einfacher geworden. Interessant ist die Tatsache wie viele der heutigen Bewohner sich noch zum Deutschtum bekennen.

Es ist das Bestreben der Verfasserin, nicht nur das ehemalige Siedlungsgebiet der Siebenbürger Sachsen mit ihren inzwischen zum Kulturerbe gewordenen historischen Bauten wie Kirchen- und Bauernburgen sondern auch gemeinsame Lebensbeziehungen und Unterschiede zwischen den Völkern der Rumänen, Ungarn, Deutschen, Slawen, Zigeunern und anderen Minderheiten in dieser multikulturellen Region zu beleuchten. Darüber hinaus wird auf die geschichtliche Entwicklung dieses Landstriches und auf die Naturschönheiten und Sehenswürdigkeiten ins Detail eingegangen.

 

Der Reiseführer besticht durch eine Vielzahl an Informationen, so fehlen keinesfalls aktuelle Internetadressen, Übernachtungsmöglichkeiten und Freizeitaktivitäten.

 

Siebenbürgen ist in verschiedene Regionen und der Reiseführer in entsprechende Kapitel unterteilt.

 

Um auf der Reise unterwegs gewappnet zu sein, ist ein Sprachführer bestehend aus einem aktuellen Wörterverzeichnis von rumänischen, ungarischen und deutschen Begriffen eingearbeitet. Äußerst sinnvoll sind die Übersetzungen für Wanderer und Kartenleser.

 

Die Fotos in dem Buch sind Extraklasse und auch die Übersichtslandkarten und Stadtpläne sind sehr hilfreich. Für Wanderbegeisterte gibt es die entsprechende Erklärung zum Bezug von Wanderkarten.

 

Schöne Aufmachung des Reiseführers: als Geschenk für Leute geeignet, die noch nicht in Rumänien waren und die mit dem Auto, Bus usw. unterwegs sind oder als gutes Nachschlagewerk für zu Hause. Für Wanderer ist das Buch wegen des Gewichts nicht unbedingt empfehlenswert.

 

Ein Manko ist die mangelnde praktische Umsetzung in der Ortssuche für Besucher aus dem deutschsprachigen Raum, denen nur die deutsche Namensbezeichnung der Kirchenburgen geläufig sind. Zum Beispiel am Ort „Wurmloch“ – der rumänische Name lautet „Valea Viilor“.

 

Auf den Seiten 15 „die wichtigsten Sehenswürdigkeiten“ und 18 „UNESCU-Welterbe“ – sind die siebenbürgischen Wehrkirchen leider nur in der rumänischen Sprache aufgeführt, obwohl die Rumänen die sächsischen Kirchen- und Bauernburgen nicht erbaut haben!

Im Ortsregisterverzeichnis sind die deutschen Namen der Orte und ihre rumänische Übersetzung aufgelistet. Nützlich wäre hier auch ein Verzeichnis der Ortsbezeichnungen auf rumänisch – deutsch bzw. ungarisch um eine bestimmte Kirche/Ort direkt zu finden.

 

Sinnvoll wäre es hier in diesem Buch bei der Beschreibung der Ortschaften in der Überschrift oder im Bildtext - analog dem Reise-Handbuch Rumänien (Band 52) vom Stein-Verlag – die Orts- oder Kirchenbezeichnungen aufgrund der Minderheitenrechte gleichzeitig in rumänisch – deutsch bzw. auch in ungarisch anzugeben; denn der Platz wäre vorhanden.

 

Beispiele:

Harman / Honigberg (im Burzenland)

auch die öffentliche Bezeichnung von berühmten Plätzen wie in Sibiu (Großer Ring - Piata Mare)

 

Im Szeklerland und nicht nur dort, wohnen fast nur Ungarn, hier fehlen die ungarischen Bezeichnungen. Aufgrund der Minderheitenrechte sollten die deutschen und ungarischen Ortsbezeichnungen nach dem rumänischen Ortsnamen angegeben werden.

 

Für Reisende mit dem PKW fehlt der Hinweis auf die elektronische Straßenbenutzungsgebühr ab dem 1.10.2010.

Dieser fast perfekte Führer durch Siebenbürgen weist auf verschiedene Quellen hin.

Ein wichtiger Hinweis fehlt – nämlich das Buch „Siebenbürgen: Gästehäuser und Wanderwege in der Kirchenburgenlandschaft“. Für Wanderer sind die Wanderwege angegeben und für Interessierte sind die Orte und die Kirchenburgen illustriert beschrieben.

Darüber hinaus finden sich in diesem Buch die Ansprechpartner zu den Übernachtungsmöglichkeiten.

(Herausgeber ist der KirchenburgenSchutzverein-Siebenbürgen)

vom Honterus-Verlag Hermannstadt, ISBN 978-973-1725-29-1.

 

Wolfgang Post

 

wolfglobetrotter@gmx.de

 

23.01.2011

 

Ostwärts  -  Wanderungen von Leipzig an die ukrainisch Grenze von Klaus Beckendorf, 77 Seiten, Privatdruck,

DIN A 4, Archiv No 721


Wohl keins unserer Mitglieder hat auf Fernwanderwegen längere Strecken als unser  Klaus Beckendorf zurückgelegt. Die meis­ten von uns kennen Klaus von seinen einzigartigen Dia- vorträgen auf den Jahrestreffen aus früheren Jahren.

In den Jahren 1979 bis 1984 wanderte er mit einem Kameraden die 3000 km von Kopenhagen nach Opatia in 100 Tagen.

Zur Vollendung des Kreuzes wanderte Klaus mit zwei Kameraden von 1986 bis 1996 die 4201 km von Pt. du Raz in der Bretagne bis an die ukrainische Gren­ze.

Sein Reisetagebuch liest sich spannender als ein Krimi. Die Begeg­nungen mit den Landschaften, Kulturen und den Menschen sind sehr eindrucksvoll beschrieben.

Wer eine ähnliche Mammuttour einmal plant, sollte sich dieses Wan­dertagebuch aus unserem Archiv einmal ausleihen.

 

28.01.2011

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