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Hölderlin. Eine Winterreise

 

von Thomas Knubben, Verlag Klöpfer & Meyer, Tübingen 2012, 224 Seiten, vierfarbig, Ganzleinen mit Schutzumschlag und Lesebändchen, 20,00 €, ISBN 978-3-86351-022-0, Archiv No 234

 

 

 

Dieses Buch lässt das Herz eines jeden Weitwanderers höher schlagen. Einer der berühmtesten deutschen Dichter hat sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts auf eine winterliche Weitwanderung - Fußreise sagte man damals - von 1500 Kilometern begeben.

 

Nach der Trennung von seiner geliebten Susette Gontard verlor der fast mittellose Hauslehrer auch bald seine dritte Hofmeisterstelle. Ein Freund vermittelte ihm seine letzte Anstellung dieser Art bei dem hamburgischen Konsul Daniel Christoph Meyer in Bordeaux.

 

Dorthin machte sich der 31-jährige Poet am Nikolaustag des Jahres 1801 zu Fuß auf den Weg.

 

Der Autor Thomas Knubben ist 2007 zu derselben Jahreszeit den langen Weg von Nürtingen nach Bordeaux in fast genau derselben Zeit von 54 Tagen nachgewandert, sofern das aufgrund der spärlichen Aufzeichnungen und der wenigen Dokumente überhaupt in der Genauigkeit möglich war.

 

Die Wanderroute verlief von Nürtingen über die Schwäbische Alb und durch den Schwarzwald nach Straßburg. Dann weiter über Lyon und über die Berge der Auvergne nach Bordeaux. Hölderlins Weg führte entlang der unbefestigten Wege der Postkutschen und über bäuerliche und Jägerpfade. Eisenbahn und Autos gab es zu jener Zeit ja noch nicht. Das machte die Wegfindung für Thomas Knubben besonders schwer. Heute verlaufen auf Hölderlins Weg teilweise Schnellstraßen und Eisenbahnlinien. Einen spannenden und faszinierenden Reisebericht hat der Autor über die entbehrungsreiche Weitwanderung des berühmten Dichters verfasst. Immer wieder vergleicht er Hölderlins historischen Wanderweg mit den Gegebenheiten der heutigen Zeit. Die poetischen Einfügungen gehen zu Herzen und lassen den heutigen Leser die unsäglichen Mühen einer Fußreise zur napoleonischen Zeit gut nachempfinden.

 

Was können wir Weitwanderer im 21. Jahrhundert mit dieser großartigen Schilderung anfangen? Die mutmaßliche Wanderstrecke wurde auf einer Karte aus der damaligen Zeit nachgezeichnet (s. Anhang). Wenn ich einige Jahrzehnte jünger wäre, würde ich eine ähnliche Strecke auf neuzeitlichen Wanderwegen planen und auch in die Tat umzusetzen versuchen. Mit Hölderlins Gedichten und dem "Hyperion" im Rucksack (es gibt eine Taschebuchausgabe von weniger als 300 Gramm) könnte man eine großartige poetische Weitwanderung erleben. Die selbst gestaltete Wegfindung mit modernem Kartenmaterial und GPS verspricht ein poetisches Wandererlebnis auf den Spuren Hölderlins. Natürlich sollte man dieses große Unternehmen nicht für die Winterzeit planen. Hölderlin wäre auch bestimmt gern zu einer wärmeren Jahreszeit gewandert, wenn ihn nicht "die Herzens- und Nahrungsnot" zu dieser winterlichen Fußreise getrieben hätten.

 

Korsika Mare e Monti - Mare e Mare von Kristin und Willi Hausmann, alle Etappen, mit GPS-Daten, Berverlag Rother, München 2013, 1. Auflage, Paperback, 14,90 €, 176 Seiten, 50 Höhenprofile, 50 Wanderkärtchen, 4 Übersichtskarten, 16,5 x 11,5 cm,  ISBN 978-3-7633-4397-3, Archiv No 340

 

Korsika hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem idealen Urlaubsziel für Wanderer entwickelt. Die Schöne, wie die Insel schon von den alten Griechen genannt wurde, bietet bizarre Felsküsten, Meeresbuchten, die zum Baden einladen, Wälder mit erfrischenden Bächen, glitzernde Seen und aussichtsreiche Berge.

In diesem Wanderführer werden die fünf Mare-e-Monti- und Mare-a-Mare-Wege mit ihren Varianten beschrieben. Sie bilden zusammen mit dem alpinen Fernwanderweg Korsikas, dem GR 20, ein weit verzweigtes Netz, das es ermöglicht, wochenlang die Insel zu durchstreifen. Aber auch dem, der auf einer Tagestour Dörfer, Wälder und Berge erkunden oder an einem Fluss Badestellen suchen möchte, bietet dieser Wanderführer eine reiche Auswahl lohnenswerter Touren. Die meisten der hier beschriebenen Wege können auch im Frühjahr oder Herbst gegangen werden, manche sogar im Winter. Sie führen, oft auf alten Hirtenpfaden, durch bezaubernde Landschaften und idyllische Dörfer – und an den Etappenzielen wird oft hervorragende korsische Küche geboten.

Alle 44 Etappen und sechs Varianten werden mit einer präzisen Wegbeschreibung, einer Karte mit eingezeichnetem Routenverlauf und einem aussagekräftigen Höhenprofil vorgestellt. Außerdem stehen GPS-Tracks zum Download bereit. Die zahlreichen Farbfotos bieten einen ersten Eindruck der abwechslungsreichen Landschaft. Wer den berühmten GR 20 gegangen ist, sollte sich diesen nicht ganz so anstrengenden Weitwanderweg als Genusstour gönnen.

Wales Reiseführer mit vielen praktischen Tipps von Andreas Bechmann, Michael Müller Verlag, Erlangen 2013, 1. Auflage, Paperback, 19,90 €, 384 Seiten, 19,0 x 12,0 cm, ISBN 978-3-89953-737-6, Archiv No 019

 

Mächtige Burgen, imposante Bergketten, geheimnisvolle Moorlandschaften, wilde Küsten, teilweise fast menschenleere Landstriche – Wales ist ein Paradies für Individualisten.

Der Norden des Landes eignet sich bestens für ausgedehnte Wandertouren, der Westen ist der perfekte Ort für alle, die raues Meer, Klippen und zerklüftete Küstenlandschaften lieben. In Mittelwales kann man sich genießerisch in der Weite der Landschaft verlieren und mit Hay-on-Wye ein wahres Superlativ-Örtchen besuchen: das größte Bücherdorf der Welt mit sage und schreibe knapp vierzig bis an die Decke vollgestopften Antiquariaten. Der Süden ist ein schönes Ziel für einen Städtetrip: Denn dort liegt Cardiff, eine wunderbare kleine Großstadt, abwechslungsreich, spannend und entspannend zugleich. Der passionierte Wanderer findet in diesem Band neben Kurztipps zu Wanderungen auch zehn ausführlich beschriebene Touren samt Kartenskizzen. Versierte Weitwanderer können die Touren durchaus zu einer längeren individuellen Weitwanderung verbinden - etwa in der Reihenfolge W5, W4, W2, W1, W3, W6, W7, W8, W9, W10. Hinweise zu den zusätzlich erforderlichen Karten im Maßstab 1:25000 oder 1:50000 sind in diesem ausgezeichneten Führer selbstverständlich auch enthalten.

Vogesen-Durchquerung von Thomas Striebig, Bergverlag Rother, München 2012, 1. Auflage, 208 Seiten, 37 Höhenprofile, 37 Wanderkärtchen, eine Übersichtskarte, 16,5 x 11,5 cm, Paperback, 14,90 €,ISBN 978-3-7633-4407-9, Archiv No 270

 

Die Vogesen sind eines der urwüchsigsten Mittelgebirge in Europa. Für Weitwanderrungen sind sie besonders geeignet. Die Landschaft ist ungemein vielfältig. Die Palette reicht von den Hügeln der Nordvogesen mit ihren hellen Mischwäldern und den zahllosen bizarren Sandsteinfelsen, auf denen abenteuerliche Burgen stehen, den riesigen Waldgebieten der Mittelvogesen bis hin zu den fast alpinen Steilflanken und Bergwiesen der Hochvogesen. Überall trifft man auf Spuren einer bewegten Vergangenheit - von dem gallo-römischen Ringwall bis zu den Hinterlassenschaften der beiden Weltkriege. Man wandert auf schmalen Pfaden und übernachtet in kleinen Quartieren (Gites d’étape), einfachen Landgasthöfen mit sehr guter Küche sowie in herrlich gelegenen Ferme-Auberges. Die Wanderroute verläuft in 37 Etappen von Wissembourg nach Belfort. Man geht auf den Fernwanderwegen GR 53, GR 5 und GR 531.

Korsika von Marcus X. Schmid, Michael Müller Verlag, 10. Auflage, Erlangen 2013, Paperback-Einband, 19,90 €, 408 Seiten, 19,0 x 12,0 cm, 584 g, ISBN 978-3-89953-758-1, Archiv No 367

 

Die vier berühmten Weitwanderwege Korsikas (GR 20, Tra Mare e Monti, Da Mare a Mare, Sentier de la Transhumance) werden in diesem prächtigem Führer nur kurz erwähnt; für eine vollständige Beschreibung dieser Wege wäre er vom Gewicht her auch nicht geeignet. Einige von uns haben ja den einen oder anderen dieser Weitwanderwege schon begangen.

Dafür findet der Wanderer aber acht sehr ausführlich beschriebene Tagestouren mit ausgezeichneten Kartenskizzen, die zusätzliches Kartenmaterial überflüssig machen.

Darüber hinaus bietet dieses umfangreiche Reisehandbuch alle Informationen, die der Individualtourist benötigt. Die unzähligen Sandstrände im Osten werden genau so ausführlich beschrieben wie die imposanten Städte, die abgeschiedenen Hochtäler und die gewaltigen Gebirgsformationen.

Ich kenne praktisch nur den GR 20 von einer zweiwöchigen herbstlichen sehr schönen Weitwanderung. Mich hat dieser Führer inspiriert, die „Insel der Schönheit“, wie sie die Franzosen nennen, noch einmal aufzusuchen. Napoleon hat gesagt, er würde seine Insel mit verbundenen Augen sofort an ihrem Kräuterduft erkennen.

West Highland Way von Hartmut Engel, 7. aktualisierte Auflage, Conrad Stein Verlag, Welver 2012, OutdoorHandbuch Band 26, 170 Seiten, 48 farbige Abbildungen, 14 farbige Höhenprofile, 14 farbige Kar­tenskizzen, 2 farbige Übersichtskarten, Format 16,5 x 11,5 cm, 12,90 €, ISBN 978- 3-86686-371-2, Archiv No 740


Der West Highland Way ist der bekannteste und beliebteste schotti­sche Fernwanderweg. Der 154 km lange Weg führt von Glasgow nach Fort William. In 14 Etappen sind 4500 Höhenmeter zu bewälti­gen. Die klangvollen Namen wie Loch Lomond, Rannoch Moor, Glen Coe und Ben Nevis rufen in manchem von uns Jugenderinne­rungen wach. In den 50er Jahren bin ich von Youth Hostel zu Youth Hostel in dieser wundervollen Landschaft gewandert.

Munros von Hartmut Engel, 1. Auflage 2010, Conrad Stein Verlag, Welver 2010, OutdoorHandbuch 246, 141 Seiten, 49 farbige Abbildungen, 17 farbige Kartenskizzen, 1 farbige Übersichtskarte, 17 Höhenprofile, Format 16,5 x 11,5 cm, 12,90 €, ISBN 978-3-86686-246-3, Archiv No 728

 

Was sind Munros? So könnte eine Frage in einer Quizsendung lauten. In England wüßte sie jeder outdoorfreak zu beantworten. Es sind die schottischen Berge die über 3000 Fuß (914,4 m) hoch sind. 248 Munros gibt es. Wer sie alle bestiegen hat, kann sich stolz Munroist nennen. Ihre Sammelbezeichnung haben die Berge von Sir Hugh Munro im Jahr 1891 erhalten. Munro war ein schottischer Bergsteiger, der eine Liste mit all diesen Bergen erstellt hat. Das munro bagging ist ein beliebter Sport britischer Bergwanderer.

Wer sich dieser Bewegung anschließen oder auch nur einige dieser reizvollen Berge besteigen möchte, kommt ohne dieses Büchlein nicht aus.

Speyside Way – Whisky Trail von Hartmut Engel, Conrad Stein Verlag, Welver 2011, 4. aktualisierte Auflage, OutdoorHandbuch Band 43, 12,90 €, 176 Seiten, 42 farbige Abbildungen, 18 farbige Kartenskizzen, 3 farbige Übersichtskarten, 3 farbige Höhenprofile, Format 16,5 x 11,5 cm, ISBN 978-3-86686-043-8, Archiv No 43

 

14 Etappen umfasst dieser nur 130 km lange Weitwanderweg von dem Hafenstädtchen Buckie bis zur Mündung des Spey. Er führt durch das Zentrum der schottischen Whiskyherstellung. Auch wenn die Tagesetappen kurz sind, sollte man sich zwei Wochen Zeit für die Weitwanderung nehmen, da es entlang des Weges zahlreiche interessante Stätten zu erkunden gibt. Mit einer stilisierten Distel ist der Weg vorbildlich markiert. Unterkunftsmöglichkeiten sind am Ende einer jeden Etappe aufgeführt. Whiskyliebhaber finden ausführliche Beschreibungen der verschiedenen Sorten und Ausführungen über die Herstellung des edlen Getränks.

Pembrokeshire Coast Path von Frank Wendler und Ingrid Retterath, 1. Auflage 2011, OutdoorHandbuch Band 242, 192 Seiten, 54 farbige Abbildungen, 11 farbige Kartenskizzen, 14 farbige Höhenprofile, 2 farbige Übersichtskarten, Format 16,5 x 11,5 cm, 14,90 €, ISBN 978-3-86686-242-5, Archiv No 527

 

Der fast 300 km lange Küstenpfad führt an der Küste von Wales entlang. Von Cardigan bis Amroth wandert man fast ausschließlich durch den Pembrokeshire Coast National Park. Entlang des Weges gibt es reichlich Unterkünfte (Hotels, Guesthouses, Bed & Breakfast, Jugendherbergen). Alle Unterkünfte sind in dem Führer mit Preisen und Telefonnummern aufgeführt. Nur im Hochsommer sind Vor- ausbuchungen erforderlich. Die ideale Wanderzeit ist das Frühjahr. Fast alle Vermieter bieten einen Gepäckservice an, so dass man unbeschwert mit einem Tagesrucksack wandern kann. Der Weg ist bestens in Stand gehalten. Verlaufen kann man sich aufgrund der 619 Wegweiser nicht. Nur wenige Wanderwege bieten ein solch perfektes Zusammenspiel von Wasser, grünem Land, unberührter Natur und Stille, die allein vom Kreischen der Möwen unterbrochen wird. 

Kerry Way von Hartmut Engel, Conrad Stein Verlag, Welver 2012, 3. aktualisierte Auflage, OutdoorHandbuch Band 62, 12,90 €, 160 Seiten, 36 farbige Abbildungen, 12 farbige Kartenskizzen, 2 farbige Übersichtskarten, 8 farbige Höhenprofile, Format 16,5 x 11,5 cm, ISBN 978-3-86686-062-9, Archiv No 630

 

Der Kerry Way ist der beliebteste Weitwanderweg Irlands. Er führt als Rundweg ca. 250 km (es gibt an zwei Stellen Varianten) durch den Südwesten der Grünen Insel. Ausgangs- und Endpunkt ist Killarney. Auf schmalen Pfaden oder unbefestigten Waldwegen durchquert der Weitwanderer die Iveragh-Halbinsel. Wasserdichte Wanderstiefel sind auf dem teilweise morastigen Untergrund erforderlich. Der Kerry Way gilt als LOW-LEVEL LONG DISTANCE WALKING ROUTE und verläuft meist unterhalb der 300-m-Höhenlinie. Der Biologe Hartmut Engel beschreibt den Weg in neun Tagesetappen.

Cevennen - Stevensonweg von Veronique Kämper, Conrad Stein Verlag, Welver 2011, 1. Auflage, OutdoorHandbuch Band 275, 12,90 €, 167 Seiten, 42 farbige Abbildungen, 14 farbige Kartenskizzen, 2 farbige Übersichtskarten, Format 16,5 x 11,5 cm, ISBN 978-3-86686-283-8, Archiv No 148

 

Auf dem 220 km langen Stevensonweg folgt der Weitwanderer den Spuren des schottischen Schriftstellers Robert Louis Stevenson, der 1878 mit seiner Eselin Modestine 12 Tage durch das französische Zentralmassiv von Monastier-sur-Gazeille in Richtung Süden bis Saint-Jean-du-Gard wanderte. Auf bunten Wiesenwegen, einsamen Pfaden durch schöne Eichen- und Kastanienwälder, Heide- und Gebirgslandschaften, durch Schluchten und idyllische Flusstäler sowie auf alten Verbindungswegen zwischen kleinen verträumten Schieferdörfern durchquert der Wanderer den Nationalpark der Cevennen.

Wer wie R. L. Stevenson in Begleitung eines Esels wandert, erfährt diesen Weg auf eine bezaubernde und besonders intensive Art. Der graufällige Gepäckträger bestimmt das gemütliche Tempo und ist in allen aufgeführten Herbergen herzlich willkommen.

Pyrenäenweg GR 10 von Hartmut Stahn, 1. Auflage, Conrad Stein Verlag, Welver 2010, OutdoorHandbuch Band 216, 173 Seiten, 45 farbige Abbildungen, 19 farbige Kartenskizzen, 18 Höhenprofile, 2 farbige Übersichtskarten, Format 16,5 x 11,5 cm, 12,90 €, ISBN 978-3-86686-216-6, Archiv No 767

 

Mehrere Vereinsmitglieder der I.W.F. sind den 850 km langen Weg vom Mittelmeer zum Atlantik bereits gegangen. Vielleicht planen nun weitere Wanderer, diesen technisch unschwierigen aber konditionell recht anspruchsvollen Weg einmal zu gehen. Immerhin müssen auf den 52 Etappen 48000 Höhenmeter überwunden werden. Der GR 10 ist gut markiert. Die Route führt durch malerische Bergdörfer und zu beeindruckend gelegenen Berghütten (Refuges). In Verbindung mit dem spanischen Pyrenäenweg GR11 lassen sich auch mehrtägige grenzüberschreitende Rundtouren durchführen.

Mullerthal-Trail, Wandern in der Luxemburgischen Schweiz, von Thorsten Hoyer, 2. aktualisierte Auflage 2012, Conrad Stein Verlag, Welver 2010 OutdoorHandbuch Band 266, 112 Seiten, 38 farbige Abbildungen, 7 farbige Kartenskizzen, 1 farbige Übersichtskarte, 6 farbige Höhenprofile, Format 16,5 x 11,5 cm, 9,90 €, ISBN 978-3-86686-355-2, Archiv No 745


Wird von Luxemburg gesrochen, denkt man wohl zumeist an den internationalen Finanzplatz und an EU-Institutionen. Das Großherzogtum hat jedoch wesentlich mehr zu bieten. Es gibt herrliche Wege auf naturnahen Pfaden, spektakuläre Felslandschaften mit abenteuerlichen Aufstiegen. Der beständige Wechsel von Wäldern und Wiesen, Bachtälern und prächtigen Burgen führt immer wieder zu neuen Aus- und Einblicken. Die 110 abwechselungsreichen Kilometer des Weitwanderweges führen durch Echternach, Luxemburgs älteste Stadt. Hier hat auch einmal ein legendäres Treffen unseres Vereins stattgefunden. 

Trans-Korsika: GR 20 von Erik Van de Perre, Conrad Stein Verlag, Welver 2012, 8. Auflage, Paperback, 14,90 €, 224 Seiten, 23 Karten, 54 farbige Abbildungen, 16 farbige Höhenprofile, 16,5 x 11,5cm, OutdoorHandbuch Band 40, ISBN 978-3-86686-379-2, Archiv No 58

 

Kultstatus hat dieser Weitwanderweg inzwischen erreicht. In 16 Etappen führt er diagonal durch die wohl schönste Mittelmeerinsel von Calenzana nach Conca.

Heute braucht man sich nicht mehr für eine der zwei Wanderwochen mit Proviant zu versorgen. Die Hütten bieten inzwischen Getränke und Mahlzeiten an. Das freie Zelten ist aber nach wie vor erlaubt. Der GR 20 ist ein alpiner Höhenweg, der sich nur für geübte Wanderer empfiehlt.

Er verläuft durch Hochgebirgslandschaften fernab von besiedeltem Gebiet. Man sollte den Weg von Mitte Juni bis Ende Oktober begehen. Am Cirque de le Solitude müssen einige Kletterpassagen gemeistert werden.

Via Algarviana von Christine Heitzmann, Conrad Stein Verlag, Welver 2012,

1. Auflage 2012, 176 Seiten, 16 Karten, 57 farbige Abbildungen, 14 farbige Höhenprofile, 12,90 €, ISBN 978-3-86686-341-5, Archiv No 278

 

Die Algarve ist für viele nach wie vor gleichbedeutend mit Strandurlaub, schroffen Felsformationen und Massentourismus. Doch es gibt auch ein anderes Gesicht der Algarve. Die Via Algarviana führt den Wanderer in 14 gut beschilderten Tagesetappen auf 300 km durch das streckenweise unberührte und hügelige Hinterland, vorbei an ursprünglichen Dörfern, kulturhistorisch wichtigen Städten wie die unter den Mauren so bedeutsame Stadt Silves und durch abwechslungsreiche Landschaften. Der Weg führt in etwa 2 Wochen auf seit Jahrhunderten von Schäfern genutzten Hirtenpfaden und Waldwegen vom idyllischen Städtchen Alcoutim am spanischen Grenzfluss Guadiana bis zum sagenumwobenen Kap des heiligen Vinzenz (Cabo de São Vicente) am Atlantik, wo Europa endet und die Weite des Meeres beginnt. Es bietet sich jedoch auch an, nur einzelne Etappen als Tages- oder Meertagestouren zu gehen. Ständige Wegbegleiter sind Korkeichenwälder, ein nicht enden wollendes Meer aus Wildkräutern, Zistrosen, sowie Mandel-, Feigen-, Oliven- und Erdbeerbäume und nicht zuletzt seltene Tier- und Pflanzenarten. Gerade im Frühjahr verwandeln sich die Wiesen und Hügel des Hinterlandes in ein einziges Blütenmeer. Der Weg zum Atlantik führt durch zahlreiche Flusstäler, die Gebirgszüge der Serra do Caldeirão und der Serra de Monchique in dem sich mit dem Fóia-Gipfel der höchste Punkt der Algarve befindet, sowie durch die mediterran anmutende Vorgebirgslandschaft des Barrocal. Die Via Algarviana ist ein Projekt zur Erschließung eines sanften Öko-Tourismus im Hinterland sowie zur Erhaltung bzw. Stärkung der regionalen Kultur und der lokalen Produkte. Dem Trend zur Abwanderung, Überalterung und Desertifikation der Region soll durch die Förderung eines nachhaltigen Tourismus entgegengewirkt werden, von dem auch die ansässige Bevölkerung profitieren kann. Der gemeinnützige Naturschutzverein Almargem hat die Via Algarviana in Kooperation mit den Algarve Walkers angelegt und unterhält sie bis heute. Gefördert wurde das Projekt von lokalen Verbänden und EU-Fördermitteln. 

 

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