Jahreshauptwanderung 2019

Samstag 31.08.2019 1. Tag

Veranstaltung für alle Teilnehmer

Stadtführung in Eschwege

 

Nach und nach trafen unsere Wanderfreunde im Biergarten unseres Hotels ein.

 

Allen Teilnehmern wurde im Voraus mitgeteilt, dass sie bis 16.00 Uhr im Hotel sein sollen, da wir in die Innenstadt von Eschwege zum Touristik – Büro laufen wollen. Hier war der Beginn unserer Stadtführung.

 

Bei herrlichstem Sonnenschein und hohen Temperaturen trafen wir uns vor der Touristinfo. Unsere Gästeführerin erzählte uns und die Geschichte der Stadt. Die erste Erwähnung (eskinivvach) war eine Urkunde von Kaiser Otto II. von 974. Damals schenkte der Kaiser seiner aus Byzanz stammenden Ehefrau Theophanu die Siedlung als „Altersversorgung“. Man vermutet jedoch, dass schon um 500 n. Chr. eine Siedlung bestand, die „Siedlung bei den Eschen am langsam fließenden Wasser“ so die älteste Deutung des Namens. Rund um den Cyriakusberg fand man Siedlungsreste eines Damenklosters, welches vom 10. bis ins 15. Jahrhundert bestand. Durch Tuch- und Lederhandel entwickelte sich Eschwege bis in die Neuzeit zu einem wichtigen Handelsplatz. 1433 fiel die Stadt an Hessen. Nach Kassel war die aufblühende Stadt die wichtigste in der Landgrafschaft. In den Wirren des Dreißigjährigen Krieges wurde Eschwege immer wieder von Truppen aller möglichen Parteien besetzt. An Ostern 1637 kam es zum „Großen Stadtbrand“. Fast alle Häuser stammen aus der Zeit danach. Man kann dies durch die Fachwerkskonstruktionen gut erkennen. Ein Fachwerkhaus konnte uns gezeigt werden, welches beim Brand nicht zerstört wurde. Beim Rundgang durch die Altstadt wurden uns diese Konstruktionen erklärt. Die historische Fachwerk-Altstadt hat mehr als 1000 Fachwerkbauten mit interessanten und vielfältigen Flachschnitzereien, Mannfiguren, Engelsköpfen und Eckfiguren. Durch die Verzierungen und Schnitzereien der Holzkonstruktionen konnte man feststellen, dass die Eigentümer mit viel Liebe und auch wiedererlangtem Wohlstand ihre Häuser wieder errichteten. Wir liefen am Sophiengarten vorbei zum Hochzeitshaus auf dem Schulberg. Hier oben stand das älteste Bauwerk von Eschwege, der Schwarze Turm. Auch hatte man hier oben einen herrlichen Rundblick in das Werra-Tal und die umliegenden Berge, welche wir nach und nach in den nächsten Tagen erwandern werden.

 

Auf dem herrlichen Marktplatz war dann die Führung zu Ende.

 

Nun freute man sich auf das erste gemeinsame Abendessen in unsern Hotel.

 

Brunhilde u. Walter W.

Sonntag 01.09.2019  2. Tag

Rund um den Hohen Meißner

Bericht der Streckenwanderer

 

 

 

Wir trafen uns um 8.30 Uhr im Biergarten des Hotels zum gemeinsamen Singen. Danach bildeten wir Fahrgemeinschaften und fuhren Richtung Hoher Meißner zum Parkplatz am Frau-Holle-Teich. Wir liefen ein kurzes Stück durch den Wald und erreichten dann den Teich. Er ist sehr idyllisch gelegen, aber leider zur Hälfte schon zugewachsen. An der Bergseite fiel uns eine 3 m hohe Holzfigur auf, die Frau Holle darstellen soll. Der Sage nach soll hier der Eingang in das Reich von Frau Holle und der See „unendlich“ tief sein. Diese Sage ist viel älter als die Aufzeichnungen von Märchen der Gebrüder Grimm.

Nun machten wir uns an den Aufstieg Richtung Kalbesee. Oben angekommen konnte man noch recht gut die Trassen vom Braunkohletagebau mit den steilen Basaltwänden und den entsprechenden Absätzen erkennen. Nachdem der Tagebau 1974 eingestellt wurde und die Pumpen abgestellt waren, bildete sich dieser See. Wir umrundeten den halben See um zum Gipfel der Kalbe zu gelangen. Hier oben hatte man eine herrliche Aussicht Richtung Norden in das Werratal und die umliegenden Ortschaften.

Nach dem Abstieg ging es weiter Richtung Schwalbenthal. Hier steht noch das einzig erhaltene Haus der ehemaligen Bergbausiedlung. 1584 wurde schon am Hohen Meißner mit dem Kohlebergbau begonnen. Wir wanderten nun einen Weg am Hang entlang, der früher als Abfuhrweg für die Kohle benutzt wurde. Am Karlsstollen mit seinem vergitterten Eingang vorbei, kamen wir zu den Seesteinen. Der Name kommt von einem ehemaligen See, welcher inzwischen verlandet ist. Ein Naturdenkmal mit mächtigen Basaltgesteinen.

Danach gingen wir durch den Wald Richtung Naturfreundehaus/Meißnerhaus. Wir kamen an einer großen Schafherde vorbei. Der sehr gesprächige Schäfer klärte uns über die Probleme der Schafhaltung, Wolfsgefahr und den Nutzen für die Landschaftspflege auf. Zum Mittagessen im Naturfreundhaus trafen wir auch unsere Kurzwander wieder. Nach dem Essen ging es weiter zu einem Natursteinbruch. Hier konnte man Basaltsäulen in verschiedener Stärke und Formen erkennen. Teilweise senkrecht aufragend, teilweise liegend übereinander. Wir wanderten nun zurück zum Ausgangspunkt und beendeten diesen herrlichen Rundweg. Dieser vom Wanderführer Rüdiger als Königstour angekündigter Rundweg hat unsere Erwartungen voll erfüllt.

Zufrieden fuhren wir zurück zum Hotel und freuten uns auf ein wohlverdientes gutes Abendessen

Sonntag 01.09.2019 2. Tag

Bericht der Kurzwanderer

Rundtour Hoher Meißner u. Barfußpfad

 

Gemeinsam geht die Fahrt zum Parkplatz Frau Holle am Hohen Meißner. Um den Frau Holle Teich  gibt es einen uralten Mythos der altgermanischen Göttin Holle. Sie wurde als Göttin der Fruchtbarkeit und der Liebe verehrt.

 

Die ersten 3 km wandern wir gemeinsam und haben eine schöne Sicht auf den Kalbesee. Man sieht sehr gut die alten Tagebauterrassen die Zeugnis geben vom  ehemaligen Braunkohlebergbau. Bei guter Sicht kann man bis in den Harz schauen. Wir trennen uns von den ganz fitten Wanderfreunden und gehen wieder zum Parkplatz zurück.

 

Nach kurzer Zeit erreichen wir den Parkplatz Schwalbenthal - Knappenweg. Hier startet der 2 km lange Rundweg des Knappenpfades. Spuren des historischen Bergbaus sind durch detaillierte Tafeln sehr verständlich dargestellt.

 

Wir gehen am Ort des ehemaligen Wetterschlotes vorbei, zum Eingang des Carlsstollens. Es folgt der frühere Wasserfall und eine freigelegte Schütthalde ist zu sehen. Vorbei am Steigerhaus, dort wurde die Fördermenge der Kohlen abgerechnet. Gleich daneben kann man noch wenige Meter in den Schwalbenthaler Stollen hineinsehen. Der Weg führt am Friedhof, wo noch ganz alte Grabsteine zu sehen sind vorbei zum Parkplatz zurück.

 

Nun geht es wieder mit den Autos eine kurze Stecke bis wir den Parkplatz zum Barfußpfad erreichen. Hier werden die Schuhe ausgezogen und eine 1500 m lange Erlebnistour beginnt. Mit nackten Füßen geht es durch den Fichtenwald , durch Laub, Sand, Kies, Schaffelle, Maiskörner und vieles mehr reizt die Fußsohlen. Auch die Balance muss trainiert werden, es  ist eine Erfahrung der besonderen Art und sehr zu empfehlen.

 

Nach einer kurzen Einkehr geht es nach Eschwege zurück. Das alles bei wunderbarem Wetter.

 

Irene S.